75 Jahre Marienheim 1935 - 2010

Festvortrag Sutthausen 75 Jahre - Br Andreas Brands ofm 2010, PDF, 74 KB
Festvortrag P. Andreas Brands, ovm 08.Oktober 2010
Titelseite der Chronik im Marienheim

 
  

Kleine Chronik

1283   Hof Sutthausen wird erstmals urkundlich erwähnt.
Die Ursprünge liegen also fast zu Lebzeiten des Hl. Franziskus von Assisi (1182-1228)
1697   Das heute noch bestehende Wappen trägt die Inschrift
"Das von den Vätern ererbte Haus hat Theodor Ludwig von Korff, Schatzmeister der Osnabrücker Karlskirche und Probst zu St. Johannes dem Täufer für sich, seine Gastfreunde und Nachkommen neu aufgebaut".
1930-1935   Die Bauernvereinigung Berlin erwirbt das Schloss und richtet nach Umbau und Renovierung eine Katholische Bauernschule ein. Leiter ist Johannes Schlömann (das ist die spätere Landvolkhochschule Oesede; sie wird auch Johannes-Schlömann-Schule genannt).

09.04.1935

 

Schloss Sutthausen geht durch Kauf in den Besitz des Bischofs von Osnabrück über.
Bischof Wilhelm Berning gibt das Gut in die Hände der Thuiner Franziskanerinnen. Das Haus erhält den Namen MARIENHEIM.
Am 9. April ziehen die ersten vier Schwestern ein. Ihre Aufgaben:

  • Sorge für die Schlosskapelle
  • Ambulante Krankenpflege
  • Betreuung älterer Damen
  • Arbeiten in der Gärtnerei
01.09.1939
 

Beginn des 2. Weltkrieges

01.03.1941
 

Räumung des Hauses auf Befehl der Gauleitung in Oldenburg. Die Bewohner werden umquartiert.
Zwei Schwestern ziehen in den Gartenpavillon; die anderen werden versetzt.
Der weibliche Arbeitsdienst belegt das Schloss.

04.04.1945   Der Reichsarbeitsdienst verlässt fluchtartig das Schloss. 100 Soldaten weilen kurzeitig im Haus.
Sämtliche Vorräte werden geplündert.
08.05.1945
  Kriegsende
05.04.1945
  Die Schwestern kommen auf Bitten des Bischofs von Osnabrück ins Marienheim zurück. Sie betreuen und pflegen vorübergehend 40 gebrechliche Männer aus dem ausgebombten Paulusheim.
09.10.1945  

Zusätzlich kommen 30 Schülerinnen des Kindergärtnerinnenseminars Wilhelmstsift ins Marienheim (während der NS-Zeit wurde die Schule aufgehoben).
Errichtung einer Vorklasse, die auf die Mittlere Reife vorbereitet.

15.11.1945   Die älteren Männer ziehen ins Paulusstift zurück. Dafür Einzug von älteren Damen ins Schloss.
15.08.1946
  Die Schwestern richten in der Gemeinde Sutthausen einen Kindergarten ein.
Erste Leiterin ist Schwester Antonie
28.01.1947   Paul Finder, der letzte Diener des Barons von Gut Sutthausen stirbt. Er hatte lebenslanges Wohnrecht im Marienheim. Sein Grab auf dem Sutthauser Friedhof wird noch heute gepflegt.
20.03.1951   Die Schülerinnen des Wilhelmstiftes zeihen aus dem Marienheim in das neu gebaute Wilhelmstift ein.
10.04.1951
  Eröffnung einer Haushaltungsschule im Marienheim mit 37 schulentlassenen Mädchen.
12.04.1952   Beginn eines hauswirtschaftlichen Grundausbildungslehrganges
1957/58
  Bau der neuen Pfarrkirche in Sutthausen
21.03.1957
  Beginn der einjährigen Kinderpflegerinnen- und Haushaltsgehilfinnenschule.
Ab Ostern 1963 ist diese zweijährig.
April 1962
  Ab Ostern 1962 ist Schwester Beate Meyer Schulleiterin (seit 1958 war sie als Jugendleiterin im Hause tätig). Sie löst Schwester Raphaelis Schmitz ab.
01.04.1964   Anerkennung als Ausbildungsstätte für Lehrlinge in der Hauswirtschaft
1964   Die Vorklasse wird nach Thuine verlegt.
Beginn der Aufbauklasse (Klasse II) der Haushaltungsschule.
1965
  Bau einer neuen Schule in Fertigbauweise im Schloßpark. Es entstehen 4 Klassenräume.
1970
  Der 5. Klassenraum wird angebaut.
1975

 

 

Heiliges Jahr.
100 Schülerinnen der Oberklassen fahren mit dem BDKJ Düsseldorf nach Rom und Assisi.

1980
  Die Schule wird im vorderen Teil um weitere zwei Klassenräume erweitert.
1982
  Nächster Erweiterungsbau: es folgen eine weitere Klasse und der Werkraum.
1985
  Seit 50 Jahren sind Thuiner Franziskanerinnen im Marienheim. Im Rahmen einer Festwoche wird es gefeiert.
1997
  Die Schülerzahl erhöht sich auf 275. Die Räumlichkeiten in der Fertigbauschule reichen nicht mehr aus.
Im Februar ist der 1. Spatenstich für die neue Schule (an der von-Korff-Allee).
Am 3. November ziehen wir um.
1998
  Wechsel in der Schulleitung: Sr. Beate Meyer wird von Sr. Irmgard Lütke-Gehling (vorher Schulleiterin der BFS in Thuine) abgelöst.
Im Schloss beginnen die Renovierungsarbeiten, die im Sommer 1999 beendet sind.
Aug. 1999   Elemente des Marchtaler Planes werden eingeführt (Morgenkreis, vernetzter und projektorientierter Unterricht).
Errichtung der Klasse I der Zweijährigen Berufsfachschule Sozialassistenz - Schwerpunkt Sozialpädagogik -.
2000
  Renovierung der Schlosskapelle.
2001   Einführung der Fachoberschule Sozialwesen (Klasse 11 und 12)
2005/06
  Das Internat wird geschlossen. Nach erfolgtem Umbau wird dort eine Arztpraxis eingerichtet. Herr und Frau Drs. Hampel sind Allgemeinmediziner und haben sich auf Chinesische Medizin (TCM) spezialisiert.
Im August 2006 wird Sr. Eva-Maria Siemer als neue Schulleiterin eingeführt.
2007
  Am 18. Januar tobt der Orkan Kyrill über Deutschland und richtet auch in Osnabrück und Umgebung große Schäden an. Das Wasser der Düte wird durch den Orkan in den Keller der Schule gedrückt und reicht dort bis zur Decke. Im historischen Park und auf den umgebenden Flächen stürzen über 70 Bäume um. Insgesamt haben wir einen Schaden von über 250 000 Euro. Die große Hilfs- und Spendenbereitschaft VIELER ermöglicht, dass nach und nach alles wieder hergerichtet werden kann.
Dafür sind wir sehr dankbar.
Okt. 2007   Neben vier anderen Personen darf Schulleiterin Sr. Eva-Maria Ministerpräsident Christian Wulff zur Privataudienz mit Papst Benedikt XVI im Vatikan/Rom begleiten. Ein unvergessliches Erlebnis!
2008   Errichtung der Zweijährigen Berufsfachschule Pflegeassistenz (Ausbildung) Die Schulform der Zweijährigen BFS Sozialpflege wird in Niedersachsen aufgehoben.
Errichtung der Berufseinstiegsklasse Hauswirtschaft und Pflege.
2009  

Errichtung der Einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege
a) für Hauptschulabsolventen
b) für Realschulabsolventen
dafür Aufhebung der bisherigen Berufsfachschulen in diesem Bereich.

Errichtung der Fachoberschule Gesundheit & Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege

2010
  Am 09. April sind die Thuiner Franziskanerinnen 75 Jahre im Marienheim. Gleichzeitig besteht das Marienheim seit 75 Jahren.
Marienheim Jahrbuch Thuine 1935, PDF, 214 KB
Marienheim Jahrbuch Thuine 1935


Konventsoberinnen
im Marienheim Gut Sutthausen
von 1935 bis heute

09.04.1935   -  19.05.1941     
 Schwester M. Herlinde Göing
20.05.1941 -  17.05.1944    Schwester M. Hildeberta Abel
27.04.1945 -  05.06.1951    Schwester M. Wihonata Suerbaum
05.06.1951 -  24.04.1957    Schwester M. Anselma Kloppe
24.04.1957 -  15.04.1963    Schwester M. Raphaelis Schmitz
15.04.1963 -  22.04.1965    Schwester M. Amabilis Bürsken
28.04.1965 -  11.08.1966    Schwester M. Laetaris Hammann
25.08.1966 -  10.08.1978    Schwester M. Anselma Kloppe
07.09.1978 -  04.10.1987    Schwester M. Beate Meyer
05.10.1987 -  02.08.1990    Schwester M. Amatrix Niederostheide
20.08.1990 -  20.10.1996    Schwester M. Berlinde Luttmann
31.10.1996 -  07.01.2003    Schwester M. Hermengild Hilwers
12.01.2003 -  31.07.2005    Schwester M. Bernhardis Frericks
09.09.2005 -  24.07.2010    Schwester M.Irmgard Lütke-Gehling
31.07.2010 -      Schwester Dominica Maria Langemeyer
         

Schulleiterinnen
der Berufsbildenden Schulen im Marienheim Gut Sutthausen
von 1951 bis heute
01.04.1951 -  16.05.1962   Schwester M. Hiltrud Bischof (kommisarisch)
17.05.1961 -  31.07.1998   Schwester M. Beate Meyer
01.08.1998 -  31.07.2006   Schwester M. Irmgard Lütke-Gehling
01.08.2006 -     Schwester Eva-Maria Siemer